Smirnoff Lime & Coke
Ich bin nicht der große Longdrink-Trinker, sondern lasse mich lieber von einem ordentlichen Bier, einem Likörchen, Cocktails oder Sekt begeistern. Nun bin ich über Umwege an eine Musterflasche Smirnoff Lime gekommen, da sagt man ja nicht nein. Neues Layout, Geschmack auch passend zum Caipirinha / Mojito – Boom. Bin gespannt!
Aussehen:
Flasche und Etikett machen einen wertigen Eindruck, was anderes hatt ich bei einer solch groß aufgebauten Marke aber auch nicht erwartet. Die Pulle liegt gut in der Hand, wirkt schön schwer. Den Vodka kann man schlecht beurteilen, er ist eben voll transparent.
Geschmack:
Ich trinke Smiroff Lime mit Coca Cola. Es schmeckt genau so, wie man es sich vorstellt: Cola, Limette, Vodka. Die Fruchtnote ist nicht (wie von mit befürchtet) unangenehm künstlich, aber der Unterschied zu echter Limette ist klar erkennbar.
Fazit:
Ich werde die Flasche bestimmt leeren können, habe Smirnoff-Lime aber nicht vermisst. Es ist das einfache Cuba-Libre-Prinzip, eben auf einen Vodka umgemünzt. Wer etwas Abwechslung sucht, kann aber gern zugreifen, es ist kein grundlegend verschwendetes Investment.
von Diageo, ca. 13,00 EUR
Gräf’s Ice Pfirsich
Prolog:
Lang, lang ist der letzte Eintrag her. Nach überstandenem Jahresendgeschäft steht aber nun die Kohlfahrt-Saison vor der Tür, dicht gefolgt von Fasching / Karneval. Passend dazu, habe ich einen Kurzen unter die Lupe genommen, dessen Geschmack mir interessant schien. Pfirsich ist nun nicht die typische Richtung, da kommen sonst eher die üblichen Verdächtigen Plum, Saurer, Lakritz etc. zum Zuge. 
Aussehen:
Weder Karton noch Flasche kommt für einen Design-Preis in Frage. Noch dazu die große Enttäuschung beim öffnen: Die abgebildete Krone ist gar nicht auf der Flasche. Ich hab offen gesagt damit gerechnet und fand die Idee auch ganz niedlich. Naja, ist nun nicht tragisch, aber echt schade.
Geschmack:
Das ist gemein. Man hat schon einen süßen, nicht zu künstlichen Pfirsich-Geschmack im Mund. Dieser Geschmack hat was, wird aber von den 20% Alkohol unverhofft vernichtet. Der Wodka kommt nicht erst im Abgang oder Nachgeschmack zur Geltung, sondern Platz in die Pfirsich Party im Mundraum. Na toll. damit hab ich nicht gerechnet.
Fazit:
Chance vertan! Grädigkeit runter auf 15%, weniger Biss, schon hat der Ice Pfirsich das Zeug zum Klassiker. So ist es eher die Grundlage einer Damen-Kegelrunde oder so. Ich kaufe es nicht wieder.
Von Dr. Gerald Rauch, ca. 0,50 EUR / Fl
Bellini di Canella
Den Bellini gab es vor kurzen in nahezu jedem Supermarkt für wenig Geld als Piccolo, Grund dafür eine 2+1 Aktion der Fa. Reidemeister & Ullrichs. Ich hab das 3er-Set trotzdem gekonnt ignoriert, denn die Farbe zeugt nicht wirklich von einem natürlichen Inhalt. Bei einem Abstecher in die Heimat des Bellini, die italienische Region Veneto / Venezien, musste ich dann aber doch einmal probieren.
Aussehen:
Die Flasche ist an und für sich schön. Klare Linien, keine aufdringlichen Farben. Der hell verpackte Flaschenhals und das einfache aber wieder zu erkennende Logo haben einen leichten Retro-Charme, soweit so gut. Der Inhalt schreckt aber offen gesagt etwas ab, dieses künstliche Apricot / Orange / Rosa sieht in Etwa so natürlich aus wie die 10-Pfennig-Kaugummis mit Power-Ranger-Tattoo vom Kiosk um die Ecke.
Geschmack:
Der Bellini wurde mir in einem großen Rotweinglas auf ordentlich Crushed-Ice serviert. Dadurch kommt der kleine Italiener schön kalt und gleichzeitig deutlich wertiger an. Ich hab vorab nicht wirklich das Etikett gelesen, aber wie der Name verrät, handelt es sich um einen Sekt – Pfirsich – Cocktail. Neben der Kälte trägt die angenehme Kohlensäre dazu bei, dass ich mich bei 33° C wunderbar erfrischen kann. Der Pfirsichgeschmack ist etwas künstlich, aber stört mich nicht weiter, es ist immerhin ein fertiger Mix und kann nicht mit einer Mischung aus frischem Pfirsichpüree mit Champagner für 10 EUR das Glas verglichen werden.
Fazit:
Hätte ich diesen Sommer gerne öfters getrunken! Durch den annehmbaren Preis für die Piccolo-Variante könnte auch die hiesige Gastronomie einen Bellini anbieten – zumal man eine sinnvolle Ergänzung zum hochgeobten Spritz im Angebot gehabt hätte. Hätte, würde, könnte… Hat sich nicht durchgesetzt. Ich persönlich werde bestimmt mal wieder zugreifen. Übrigens: Es gibt auch einen Rossini ( Erdbeer) und einen Mimosa (Rote Orange), mal sehen wo ich die finde.
Von Reidemeister & Ullrichs, ca. 7,99 EUR / 0,75l und 2,50 EUR / 0,20l
Morello – Feine Amarenakirsche mit Wodka
Beim einer großen Sportveranstaltung hab ich ihn gesehen, zuvor nur auf der BEHN Homepage davon gelesen. Ich wollte gerne probieren, aber wo nur? Nun liegt er vor mir – Morello. Ich hatte keine Idee wie der Likör aussehen könnte. Bin ich jetzt enttäuscht oder überzeugt?
Aussehen:
Klassische Flasche, wie der Bruder „Kleiner Feigling“ – reicht. Schönes, warmes rot – das sieht lecker aus. Die Schrift und das Bild mir der Kirsche und derwinzigen Italien-Fahne – … Schwer passende Worte zu finden, nichts dolles. Zum Glück aber auch nicht so peinlich wie Sweet Lips (KiBa-Likör, ist gar nicht schön…)
Geschmack:
Leckerer, süßer Kirschlikör.
Ein Hauch von der typischen Überzuckerung der Amarena- oder Cocktail-Kirsche (z.B. von Puschkin), trotzdem nicht künstlich. Ich habe beim Bumsen-Likör noch davon geschrieben, dass Kirschlikör garantiert nicht Innovation 2010 werden kann. Der Morello ist aber gut gemacht, behält einen Charakter. Dabei ist sein unscheinbares Aussehen weder Problem noch Kaufanreiz. Bitte probieren!
Von Waldemar Behn, ca. 0,69 EUR
Kleiner Lokus – Hau weg die …
Es geht wieder weiter in der Reihe: Spirituosen mit fragwürdigem Namen. Aber Hand aufs Herz, ich finde die vorliegende Idee deutlich besser, also die sechste Auflage von Ficken, Bumsen, Blasen.
Aussehen:
Eine matt-weiße Toilette aus Kunststoff mit violettem Likör, bedacht schlichtes Design – eigentlich ganz niedlich aufgemacht. Den Likör selbst hab ich nicht wirklich zu Gesicht bekommen, der Inhalt der Toilette war zu schnell weggespült.
Geschmack:
Der Likör schmeckt wie die violetten Campina Bonbons aus der Kindheit, nur eben mit Alkohol. Schön, ein neuer Geschmack und nicht nur eine neue Verpackung mit bekanntem Inhalt (Wie beim Bumsen…). Ein wenig zu süß, aber das ist Zwischendurch nicht schlimm, sind ja nur 20ml.
Fazit:
Der Test liest sich wirklich gut, am Ende würde ich als Lehrer mit rotem Füller trotzdem eine 2- unter die Klassenarbeit schreiben. Der Geschmack ist bei Likören nicht gewöhnlich, dafür Pluspunkte. Design ist nett, die Plastikverpackung ist aber für die Kühlung des Likörs nicht gerade förderlich. Dazu noch den stattlichen Endverbraucher-Preis von bis zu 1,50 EUR … Sonne und Schatten liegen oft so nah beieinander.
Von Krugmann Markenspirituosen, ca. 1,30 EUR
Masai – Marula Flavoured Cider
Bis Anfang des Sommers war Cider in Deutschland den dunklen, urigen Pubs vorbehalten. Das war eigentlich gar nicht schlecht so, denn ein leckeres Strongbow war und ist mir einer der ersten Gründe, einen Irish Pub zu betreten. Da aber nun die WM in Südafrika stattfindet und das auch findigen Marketing-Strategen entdeckt haben, werfen die Produzenten dieser Welt mehr neue Produkte auf den Markt als … naja, als nötig.
Ich habe mich nicht für Masai entschieden, es war einfach als erstes griffbereit. Das BCider von Berentzen hab ich noch nirgendwo gesehen (spricht für sich) und das neue Savanna Dry konnte ich nach einer leckeren Begegnung im Pub nicht mehr bekommen – der Lieferant kommt nicht hinterher, mitten in der WM Zeit. MBG ist einfach ein Getränke-Riese und kann seine Verbindungen voll nutzen. Masai ist übrigens lt. Eigenwerbung ein „innovatives Livestyle-Cider“. Oh Mann, das ist ja was.
Aussehen:
Ich habe die Glasflasche vor mir, daneben gibt es auch noch eine pfandfreie Dose. Die Form ist schön, die Gestaltung nicht außergewöhnlich aber reicht. Die Farbe wirkt etwas sehr dunkel, irgendwie nicht sonderlich erfrischend. Etwas wie sehr herber Apfelsaft. Nach dem Öffnen kommt mir kaum Kohlensäure entgegen, ich befürchte Schlimmstes.
Geschmack:
Das Masai-Cider auf meinem Wohnzimmertisch ist eiskalt, eigentlich die perfekte Voraussetzung für einen 35°-Freitagabend. Oh ja, es ist auch schön kalt. Das war aber dann auch der erfrischende Teil des Cider. Es riecht genauso wie es schmeckt: Ein leicht sprudelnder, unglaublich süßer Apfelsaft mit einem extra Schuß Süße (lt. Aufschrift soll es Marula-Flavour sein… aha). Sehr, sehr Süß. Papp Süß. Nicht so apfelig wie z.B. Savanna Dry, soll aber ja auch mit Flavour sein.
Fazit:
Mir ist Masai einfach viel zu süß. 15-18 jährige Mädchen werden drauf stehen, denn die immerhin 5% Vol. schmeckst Du überhaupt nicht, ehrlich! Es ist kein Cider, wie man ihn aus einem Pub erwartet. Vielleicht sollte man das auch nicht erwarten, schließlich wirbt die Flasche mit Marula-Geschmack. Trotzdem verbinde ich das Wirt Cider alleine schon mit purer, leichter Erfrischung. Ich bleib beim Strongbow. Besonderer Tipp am Rande: Probiert mal Bulmers Pear (Birne)!
Geldermann Carte Blanche
Prolog:
Zuletzt wurde ich auf einem Geburtstag belächelt, weil ich ein Glas Jules Mumm Rose Dry (mmmhhhh…) einem Jägermeister vorgezogen hab. Dabei kann ich offen sagen, dass ich Sekt liebe! Es gibt ständig Anlässe, aber man weiß nie, welcher der Richtige ist. Hier mein nächster Versuch.
Aussehen:
Kann ich gar nicht so genau beurteilen, denn ich hab mir nur einen Piccolo gegönnt. Die grüne Flasche, weißes Etikett mit glänzendem Goldrand – das macht aber trotzdem was her. Wirkt ehrlich und wertig. Schön!
Geschmack:
Sehr schöne und feine Fruchtnote, trotzdem nicht zu süß. Die Perle stört nicht, wirkt nicht aufgesetzt.
Fazit:
Der Sekt ist ganz oben mit dabei! Alle Achtung, Geldermann hat einen fruchtigen, jugendlichen Perlwein herausgebracht, der es in sich hat. Plaziert zwischen mild und trocken ist er ideal für einen Empfang, denn der schmeckt auch der üblichen Asti-Fraktion. Kaufen!
Von Rotkäppchen – Mumm, ca. 7,99 EUR
Baileys Mint Chocolate
Ich habe in den letzten Jahren unbewusst Cream-Liköre in den Supermarktregalen ignoriert. Das sollte sich nun mal ändern. Die Wahl fiel auf den Klassiker der Sahnigen, Baileys Irish Cream. Die Standard Variante ist schon jedem ein Begriff, daher hab ich mich an die Version mit Minze und Schokolade gewagt.
Aussehen:
Die Flasche weicht nur leicht von dem Original ab. Stilsicher, schicht. Die Goldumrandung des Logos macht die Sache rund. Der Likör selbst ist schön cremig und in einem milden Braunton. Noch keine Spur von Minze oder Schokolade, aber ehrlicherweise habe ich auch keine Minz-Blätter oder Schoko-Stückchen erwartet.
Geschmack:
Was für ein Wunder, es schmeckt ein bisschen nach After-Eight. Alles aber sehr dezent, nicht zu aufdringlich, Der Alkohol (17%) ist schon deutlich heraus zu schmecken, hätte ich nun nicht erwartet.
Fazit:
Ist in heißer Milch sehr lecker, pur aber nicht mein Favorit denn ich bin da doch der fruchtige Trinker. Mir fallen einige interessante Verwendungen in Desserts oder beim Backen ein. Als Getränk ist der Baileys im Winter bestimmt etwas besser aufgehoben.
Von Diageo, ca. 12,99 EUR
Bumsen – Liqueur
Prolog:
- Nein, es ist keine Ente.
- Doch, es ist tatsächlich eine ernsthaft im Verkauf befindliche Spirituose.
- Ja, die Ähnlichkeiten zu einem weiter unten probierten Produkt sind sicherlich rein zufällig.
Ich habe mittlerweile auch schon den „Lecken“ Likör gefunden, wir sind also noch nicht am Ende mit dieser Thematik…
Aussehen:
Der erste Eindruck lässt einen eher die Augenbrauen heben, denn die offensichtliche Ähnlichkeit mit dem FICKEN ist nicht mehr zu leugnen. Roter Likör, silbernes Etikett, Rundlogo, Namensgebung. Persönlich stellen sich mir dabei schon die Nackenhaare auf. Bei näherer Betrachtung ist die Flasche alles andere als Innovativ (Typ 08/15-Kornflasche), das Halsetikett löst sich recht leicht. Trotzdem darf man auch Nachahmer nicht sofort verurteilen, denn am Ende kann ein gutes Preis/Leistungsverhältnis ja etwas schwung in den Markt bringen und auf alle Fälle den Bumsen attraktiv machen. Vorher kommt allerdings noch der Geschmackstest.
Geschmack:
Es ist ein Sauerkirschlikör, also nichts mit Jostabeere. Es ist schon gut fruchtig mit einer leichten Mandelnote. Recht süß, aber nicht zu pappig. Gar nicht so schlecht.
Fazit:
Wenn jemand eine Flasche „Bumsen“ mitbringt, er auf einer Party angeboten wird oder sich der Ladenpreis senkt – ich würde ihn schon ohne Probleme trinken. So wie ich das jetzt sehe, ist das Produkt allerdings weder in der Aufmachung noch im Geschmack etwas Neues, einen neuen Kirschlikör hab ich nicht gesucht oder im Regal vermisst. Evtl. wird der Bumsen bald in den LEH Regalen stehen, denn dahin möchte sein Vorbild ja eher nicht. Ich werde ihn nicht zwingend kaufen.
ca. 8 EUR, Übermorgen Trendprodukte
Killepitsch – Designerflasche
Kräuterliköre sind für mich immer eine Herausforderung, denn der größte Fan bin ich nicht. Vom Jägermeister bekomm ich ab dem zweiten Glas Brechreiz und auch die guten alten Kümmerling und Underberg machen ihre Aufgabe nicht besser. Nun kommt mir aber eine neue Killepitsch Designer-Flasche in die Hände… Na das muss doch einen Versuch wert sein!
Aussehen:
Die Flasche ist doch wunderschön, oder? Das gezeichnete Logo ist sehr stylisch, die Farbkombination erfrishend mit Aubergine-Pink-Kombination. Der Inhalt ist dann doch im üblichen Braunton.
Geschmack:
Der Killepitsch riecht für einen Kräuterlikör schön fruchtig. Auf der Zunge entwickelt er sich aber zu einem ausgewachsenem Kräuter, ohne die von mir erhoffte Süße oder Fruchtnote. Schmeckt am Ende ganz gut – bleibt aber ein Kräuterlikör.
Fazit:
Schuster, bleib bei deinen Leisten – das gilt bei mir genauso. Killepitsch sollte schon mal als Alternative zu den bekannten Strategen herangezogen werden, ich werd ihn aber eben auch genauso stehen lassen.
Von Peter Busch, ca. 14,95 EUR
Ein Bild hab ich nicht finden können, mach aber noch Eines!






