Masai – Marula Flavoured Cider
Bis Anfang des Sommers war Cider in Deutschland den dunklen, urigen Pubs vorbehalten. Das war eigentlich gar nicht schlecht so, denn ein leckeres Strongbow war und ist mir einer der ersten Gründe, einen Irish Pub zu betreten. Da aber nun die WM in Südafrika stattfindet und das auch findigen Marketing-Strategen entdeckt haben, werfen die Produzenten dieser Welt mehr neue Produkte auf den Markt als … naja, als nötig.
Ich habe mich nicht für Masai entschieden, es war einfach als erstes griffbereit. Das BCider von Berentzen hab ich noch nirgendwo gesehen (spricht für sich) und das neue Savanna Dry konnte ich nach einer leckeren Begegnung im Pub nicht mehr bekommen – der Lieferant kommt nicht hinterher, mitten in der WM Zeit. MBG ist einfach ein Getränke-Riese und kann seine Verbindungen voll nutzen. Masai ist übrigens lt. Eigenwerbung ein “innovatives Livestyle-Cider”. Oh Mann, das ist ja was.
Aussehen:
Ich habe die Glasflasche vor mir, daneben gibt es auch noch eine pfandfreie Dose. Die Form ist schön, die Gestaltung nicht außergewöhnlich aber reicht. Die Farbe wirkt etwas sehr dunkel, irgendwie nicht sonderlich erfrischend. Etwas wie sehr herber Apfelsaft. Nach dem Öffnen kommt mir kaum Kohlensäure entgegen, ich befürchte Schlimmstes.
Geschmack:
Das Masai-Cider auf meinem Wohnzimmertisch ist eiskalt, eigentlich die perfekte Voraussetzung für einen 35°-Freitagabend. Oh ja, es ist auch schön kalt. Das war aber dann auch der erfrischende Teil des Cider. Es riecht genauso wie es schmeckt: Ein leicht sprudelnder, unglaublich süßer Apfelsaft mit einem extra Schuß Süße (lt. Aufschrift soll es Marula-Flavour sein… aha). Sehr, sehr Süß. Papp Süß. Nicht so apfelig wie z.B. Savanna Dry, soll aber ja auch mit Flavour sein.
Fazit:
Mir ist Masai einfach viel zu süß. 15-18 jährige Mädchen werden drauf stehen, denn die immerhin 5% Vol. schmeckst Du überhaupt nicht, ehrlich! Es ist kein Cider, wie man ihn aus einem Pub erwartet. Vielleicht sollte man das auch nicht erwarten, schließlich wirbt die Flasche mit Marula-Geschmack. Trotzdem verbinde ich das Wirt Cider alleine schon mit purer, leichter Erfrischung. Ich bleib beim Strongbow. Besonderer Tipp am Rande: Probiert mal Bulmers Pear (Birne)!
