Bellini di Canella
Den Bellini gab es vor kurzen in nahezu jedem Supermarkt für wenig Geld als Piccolo, Grund dafür eine 2+1 Aktion der Fa. Reidemeister & Ullrichs. Ich hab das 3er-Set trotzdem gekonnt ignoriert, denn die Farbe zeugt nicht wirklich von einem natürlichen Inhalt. Bei einem Abstecher in die Heimat des Bellini, die italienische Region Veneto / Venezien, musste ich dann aber doch einmal probieren.
Aussehen:
Die Flasche ist an und für sich schön. Klare Linien, keine aufdringlichen Farben. Der hell verpackte Flaschenhals und das einfache aber wieder zu erkennende Logo haben einen leichten Retro-Charme, soweit so gut. Der Inhalt schreckt aber offen gesagt etwas ab, dieses künstliche Apricot / Orange / Rosa sieht in Etwa so natürlich aus wie die 10-Pfennig-Kaugummis mit Power-Ranger-Tattoo vom Kiosk um die Ecke.
Geschmack:
Der Bellini wurde mir in einem großen Rotweinglas auf ordentlich Crushed-Ice serviert. Dadurch kommt der kleine Italiener schön kalt und gleichzeitig deutlich wertiger an. Ich hab vorab nicht wirklich das Etikett gelesen, aber wie der Name verrät, handelt es sich um einen Sekt – Pfirsich – Cocktail. Neben der Kälte trägt die angenehme Kohlensäre dazu bei, dass ich mich bei 33° C wunderbar erfrischen kann. Der Pfirsichgeschmack ist etwas künstlich, aber stört mich nicht weiter, es ist immerhin ein fertiger Mix und kann nicht mit einer Mischung aus frischem Pfirsichpüree mit Champagner für 10 EUR das Glas verglichen werden.
Fazit:
Hätte ich diesen Sommer gerne öfters getrunken! Durch den annehmbaren Preis für die Piccolo-Variante könnte auch die hiesige Gastronomie einen Bellini anbieten – zumal man eine sinnvolle Ergänzung zum hochgeobten Spritz im Angebot gehabt hätte. Hätte, würde, könnte… Hat sich nicht durchgesetzt. Ich persönlich werde bestimmt mal wieder zugreifen. Übrigens: Es gibt auch einen Rossini ( Erdbeer) und einen Mimosa (Rote Orange), mal sehen wo ich die finde.
Von Reidemeister & Ullrichs, ca. 7,99 EUR / 0,75l und 2,50 EUR / 0,20l
